Johannes 10,1-30
Der gute Hirte
1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber[a].   a) V. 8; Jer 23,1.2; Hes 34,2.3
2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist Hirte der Schafe.
3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme[a], und er ruft die eigenen

Schafe mit Namen[b] und führt sie heraus.  a) V. 16.27  b) Jes 43,1
4 Wenn er die eigenen ‹Schafe› alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.
5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
6 Diese Bildrede sprach Jesus zu ihnen[a]; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete.  a) Kap. 16,25
7 Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Ich bin die Tür der Schafe.
8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber[a]; aber die Schafe hörten nicht auf sie.   a) V. 8; Jer 23,1.2; Hes 34,2.3
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden[a] und wird ein- und ausgehen und Weide finden.   a) Kap. 14,6
10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben[a] und ‹es in› Überfluß haben.   a) Kap. 6,33

11 Ich bin der gute Hirte[a]; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe[A][b].   A) w. setzt ... ein a) Ps 23,1; Jes 40,11; Hes 34,11-16; Hebr 13,20; 1Petr 2,25; 5,4   b) Kap. 15,13; Mt 20,28
12 Wer Mietling[A] und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut sie[a] -   A) ein gegen Lohn angestellter Hirte  a) Hes 34,2-6; Sach 11,17
13 weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert[A].  A) o. ihm an den Schafen nichts liegt
14 Ich bin der gute Hirte[a]; und ich kenne die Meinen[d], und die Meinen kennen mich, a) Ps 23,1; Jes 40,11; Hes 34,11-16; Hebr 13,20; 1Petr 2,25; 5,4  d) V. 27; 2Tim 2,19

15 wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne[b]; und ich lasse mein Leben für die Schafe[A][a].   A) w. setze ... ein  a) Kap. 15,13; Mt 20,28   b) Kap. 7,29
16 Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muß ich bringen[a], und sie werden meine Stimme hören[b], und es wird eine Herde, ein Hirte sein[c].   a) Kap. 11,52; Röm 9,24   b) V. 3; Apg 28,28  c) Eph 2,14
17 Darum liebt mich der Vater[a], weil ich mein Leben lasse[A], um es wiederzunehmen[b].   A) w. einsetze a) Kap. 3,35   b) Kap. 2,21
18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse[A] es von mir selbst[a]. Ich habe Vollmacht, es zu lassen[B], und habe Vollmacht, es wiederzunehmen[b]. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen[c].  A) w. setze ... ein  B) w. einzusetzen a) Kap. 19,30; Hebr 9,14   b) Kap. 5,26  c) Kap. 14,31
19 Es entstand wieder ein Zwiespalt unter den Juden dieser Worte wegen[a].   a) Kap. 7,12

20 Viele aber von ihnen sagten: Er hat einen Dämon[a] und ist von Sinnen[b]. Was hört ihr ihn?   a) Kap. 7,20   b) Mk 3,21
21 Andere sagten: Diese Reden sind nicht die eines Besessenen. Kann etwa ein Dämon der Blinden Augen öffnen?
22 Es war damals das Fest der Tempelweihe[A] in Jerusalem; es war Winter.  A) Fest, das jährlich zur Erinnerung an die Neueinweihung des Tempels durch Judas Makkabäus (165

v.Chr.) begangen wurde
23 Und Jesus ging in dem Tempel umher, in der Säulenhalle Salomos[a].  a) Apg 3,11
24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus[a].  a) Mt 11,3; 26,63
25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir[a];  a) V. 37; Kap. 5,36
26 aber ihr glaubt nicht[a], denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe.   a) Kap. 5,38
27 Meine Schafe hören meine Stimme[a], und ich kenne sie[b], und sie folgen mir[c];  a) V. 3; Kap. 8,47   b) V. 14   c) Offb 14,4
28 und ich gebe ihnen ewiges Leben[a], und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit[A][b], und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.  A) griech. Äon a) Kap. 3,15.16; 17,2  b) Kap. 6,39
29 Mein Vater, der ‹sie› mir gegeben hat[a], ist größer als alle[A][b], und niemand kann ‹sie› aus der Hand ‹meines› Vaters rauben[c].   A) o. alles a) Kap. 6,37   b) Kap. 14,28   c) 1Petr 1,5
30 Ich und der Vater sind eins[a].   a) Kap. 17,11
 

© Boscho - Alle Ehre gebührt Jesus Christus, „...auf das der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.“ - Johannesevangelium 14,13.