Matthäus 21,23-46
Die Frage nach der Vollmacht Jesu
Mk 11,27-33; Lk 20,1-8
23 Und als er in den Tempel kam, traten, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und sprachen: In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben[a]?  a) Joh 2,18; Apg 4,7
24 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen[a], und wenn

ihr es mir sagt, so werde auch ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue.   a) Kap. 22,41
25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? Sie aber überlegten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel[a], so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt[b]?  a) Joh 3,27  b) Kap. 11,18
26 Wenn wir aber sagen: von Menschen, so haben wir die Volksmenge zu fürchten, denn alle halten Johannes für einen Propheten[a].   a) Kap. 11,9
27 Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht. Da sagte auch er zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue.
Gleichnis von den ungleichen Söhnen
28 Was meint ihr aber ‹hierzu›? Ein Mensch hatte zwei Söhne[A], und er trat hin zu dem ersten und sprach: [B]Mein Sohn[B], geh heute hin, arbeite im Weinberg!  A) w. Kinder |) w. Kind
29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging hin.
30 Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete und sprach: Ich ‹gehe›, Herr; und er ging nicht[a].  a) Kap. 7,21; Jer 34,8-11

31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich[A] Gottes[a].   A) o. die Königsherrschaft a) Lk 18,14
32 Denn Johannes kam zu euch im Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht[a]; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm[b]; euch aber, als ihr es saht, gereute es auch danach nicht, so daß ihr ihm geglaubt hättet.   a) Mk 11,31   b) Lk 3,12; 7,29.30
Gleichnis von den Weingärtnern Mk 12,1-12; Lk 20,9-19
33
Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte[a] und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute[b]; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes[c].  a) Ps 80,9   b) Jes 5,2  c) Kap. 25,14; Mk 13,34
34 Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte[A] zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen.   A) w. Sklaven; so auch V. 35 und 36
35 Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie[a].   a) Kap. 22,6; 23,37; 2Chr 24,21; Neh 9,26; Lk 6,23
36 Wiederum sandte er andere Knechte[a], mehr als

die ersten; und sie taten ihnen ebenso[b].   a) Kap. 22,4  b) 2Chr 36,15.16
37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!
38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe[a]. Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen[b]!  a) Hebr 1,1.2  b) Kap. 26,3.4
39 Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.
40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt,

was wird er jenen Weingärtnern tun?
41 Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen[a], und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit.  a) Lk 19,27
42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen:
»Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein[A] geworden[a]; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen«[b]?   A) w. zum Haupt der Ecke  a) Jes 28,16; Eph 2,20; 1Petr 2,4.7   b) Ps 118,22.23; Apg 4,11
43 Deswegen sage ich euch: Das Reich[A] Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Früchte bringen wird[a].   A) o. die/der Königsherrschaft a) Apg 13,46
44
Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden[a]; aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen[b].  a) Jes 8,15   b) Dan 2,45
45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen redete[a].  a) Jes 5,7
46 Und als sie ihn zu greifen suchten[a], fürchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn für einen Propheten[b].  a) Kap. 12,14; Lk 19,47  b) V. 11; Apg 4,21

Matthäus 22,1-14
Gleichnis vom Hochzeitsmahl vgl. Lk 14,16-24
1 Und Jesus begann[A] und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach:  A) w. antwortete; hier in semitisierender Redeweise für den Anfang einer Rede gebraucht
2 Mit dem Reich[A] der Himmel ist es wie[C] mit einem König, der seinem Sohn ‹die› Hochzeit bereitete.   A) o. die/der Königsherrschaft  C) w. Das Reich der Himmel ist verglichen worden (o. zu vergleichen)
3 Und er sandte seine Knechte[A] aus, um die Eingeladenen zur Hochzeit zu rufen; und sie wollten nicht kommen.  A) w. Sklaven; so auch V. 4-10
4 Wiederum sandte er andere Knechte[a] aus und sprach: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!  a) Kap. 21,36
5 Sie aber kümmerten sich nicht ‹darum›[A] und gingen weg, der eine auf seinen Acker, der andere an seinen Handel[a].  A) o. mißachteten ‹es› a) Spr 1,24.25
6 Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, mißhandelten und töteten sie[a].   a) Kap. 21,35
7 Der König aber wurde zornig und sandte seine Truppen aus, brachte jene Mörder um[a] und steckte ihre Stadt in Brand.   a) Lk 20,16

8 Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Eingeladenen waren nicht würdig.
9 So geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit ein.
10 Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse wie Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.

11 Als aber der König hereinkam, die Gäste zu besehen, sah er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war.
12 Und er spricht zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du kein Hochzeitskleid hast? Er aber verstummte[a].   a) Ps 107,42
13 Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände, und werft ihn hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein[a].   a) Kap. 8,12
14
Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte[a].   a) Kap. 20,16

© Boscho - Alle Ehre gebührt Jesus Christus, „...auf das der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.“ - Johannesevangelium 14,13.